Backstage 8. September 2017

Ludwig² - Der König kommt zurück

Festspielhausbesitzer Manfred Rietzler plant langfristig und holt sich die Aufführungsrechte von "Ludwig2“ bis 2029

Festspielhaus sichert sich das Musical "Ludwig2“ für die nächsten 12 Jahre. Für 2018 sind 60 Vorstellungen schon fest geplant

Das Musical „Ludwig2“ und Ludwigs Festspielhaus rücken noch näher zusammen. Nach dem großen Erfolg auch in diesem Jahr sind die Weichen für die nächsten Jahre schon gestellt. Festspielhausbesitzer Manfred Rietzler hat sich die Aufführungsrechte des Stücks bis 2029 gesichert. „Wir wollen das Ludwig-Musical zum Aushängeschild im Festspielhaus machen und langfristig in die Liga der Top-Ten- Spielstätten für Musicals aufrücken. Das Musical und das Haus hier am Originalschauplatz gehören einfach zusammen“, so Rietzler. Schritt für Schritt soll der Spielbetrieb ausgebaut werden. Für 2018 sind 60 Vorstellungen schon fest geplant.

Künftig wollen die Festspielhaus Management GmbH und die Big Dimension GmbH gemeinsam das Musical produzieren. Für Benjamin Sahler, der bislang Regie geführt und produziert hat, bietet diese Konstellation Planungssicherheit. „Und natürlich mehr Zeit für die künstlerische Entwicklung des Stücks. Wir werden weiter an Verbesserungen arbeiten, wie dieses Mal schon. Und der tosende Jubel des Publikums und die Standing Ovations jedes Mal haben gezeigt, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind und der enorme Qualitätssprung im Vergleich zu 2016 deutlich spürbar war. Das Publikum hat ja getobt wie bei einem Popkonzert, das war einfach unglaublich. Wir sind wirklich überwältigt vom Erfolg. Vor allem am letzten Wochenende der Spielzeit und für die Zusatzvorstellungen hat ein Run auf die Tickets eingesetzt, das war sensationell.“

Aufführungsrechte von "Ludwig2“ bis 2029 gesichert

Sahler, der weiterhin Regie führen wird, hatte bislang nur Jahr für Jahr die Aufführungsrechte erworben, erstmals 2016, und geht nun mit einer völlig neuen Perspektive in die Zukunft. „Das ist einfach großartig, dass wir hier die Sicherheit haben, langfristig die Marke Ludwig2 zu etablieren und zu festigen. Das wird der gesamten Region und dem Tourismus guttun, auch außerhalb der Hauptferienzeit.“ Gespielt werden soll nach aktueller Planung in drei Blöcken, vorrangig an den Wochenenden in den Hauptferienzeiten sowie an Weihnachten.

Manfred Rietzler ist von einem dauerhaften Erfolg des Musicals fest überzeugt. „Das Ludwig-Musical gehört zu den emotionalsten Musicals überhaupt. Das ist seine große Stärke. Es hat absolut Tiefgang, es berührt die Menschen und bildet hier mit dem eigens dafür gebauten Theater eine einmalige Einheit. Dieses Alleinstellungsmerkmal wollen wir ausbauen. Wir können uns mit anderen berühmten Musicalstandorten messen lassen, das ist sicher.“ Rietzler will künftig sowohl Marketing- als auch Vertriebsaktivitäten verstärken und vor allem den Bustourismus bundesweit ansprechen. In Bühne und Technik will er weiter investieren.

Leben und Sterben des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II

Für Benjamin Sahler ist schon 2016 ein Traum in Erfüllung gegangen, mit der Rückkehr des Musicals elf Jahre nach der Uraufführung im Festspielhaus am Forggensee. Für ihn bleibt der Stoff um Leben und Sterben des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. faszinierend. „Wir leben heute in einer Welt, in der wir genügend Grund hätten, zu weinen oder zu verzweifeln, und uns in den Elfenbeinturm zurückzuziehen“, so Sahler. „Ludwig hat das genau in einer sehr ausgeprägten Form gemacht." Für Benjamin Sahler ist Theater Magie. „Und genau hier in Füssen, nahe Schloss Neuschwanstein, können wir etwas Sinnliches, Einmaliges, eben ein Gesamtkunstwerk, schaffen.“

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